Früher musste die Bevölkerung von Schneegattern die Gottesdienste in Friedburg, Heiligenstatt und Pöndorf besuchen.
Erst 1923 wurde aus dem Flüchtlingslager Braunau die dortige Holzkirche angekauft, abgetragen und auf den Pühringergrund wieder aufgestellt.

Am 7. Oktober 1934 erfolgte der Spatenstich der heutigen Kirche. Es wurde die Urkunde verlesen, die folgenden Inhalt hat:
„Urkunde zur Grundsteinlegung in Schneegattern. Im Namen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit! Im Jahre des Heiles 1934 unter Regierung des Papstes Pius XI. und des Bischofes von Linz, Dr. Johannes Maria Gföllner, als Georg Schönfellner, Pfarrer von Friedburg-Lengau war, und unter der Regierung des Bundespräsidenten Wilhelm Miklas und des Bundeskanzlers Dr. Kurt Schuschnigg, als Dr. Heinrich Gleißner Landeshauptmann von Oberösterreich und Johann Klinger Regierungskommissär von Friedburg-Lengau war, wurde am 3. April unter dem Schutze Unserer Lieben Frau von Lourdes der Kirchenbau begonnen und am heutigen Tage, dem 20. Sonntag nach Pfingsten, der Grundstein im Auftrage unseres Bischofes von Herrn Prälat Karl Schöfecker feierlich geweiht. Die Kirche in Schneegattern wird Unserer Lieben Frau von Lourdes geweiht anlässlich des 75jähringen Erscheinungsjubiläums als Weihegabe an Unsere Liebe Frau für ein künftig katholisches Österreich in hart bedrängter Zeitennot! Die Kirche wird von Kooperator Expositus Johann Weißengruber mit dem Kirchenbauverein Schneegattern aus den Spenden des Maria Lourdeskomitee, des Bonifatiusvereines und des christlichen Volkes nach den Plänen des Arch. R. Puchner von Baumeister Michael Thurnberger in Munderfing auf den Grabnergründen gebaut. Gelobt sei Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erbarmung und der Gott allen Trostes! Es lebe Unsere Frau von Lourdes! Wir bitten sie um Segen und Hilfe für unser Notstandsgebiet.“

1934 – 1936 Kirchenbau in Schneegattern
Die Bewohnerschaft von Schneegattern leistet viel an Geld- und Materialspenden sowie an Robotfuhren und Handdienste. Aber auch die Arbeitslosen sind gegen freie Kost und 1 Schilling Taglohn mittätig. Selbst Hochwürden Johann Weißengruber hat tätig Hand mit angelegt und sich unermüdlich um den Kirchenbau gesorgt. Zu gleicher Zeit wurde auch neben dem Kirchenbau mit dem Bau des Pfarrgebäudes begonnen.

Am 12. Oktober 1936 wird die Lourdes-Kirche von Bischof Johannes Maria Gföllner feierlich eingeweiht. Damals war die Kirche noch Expositur der Pfarre Friedburg.

Auf Bestreben von Hochwürden Helmut Köll sollte Schneegattern eine eigene Pfarre werden.
Zum 50jährigen Bestehen erhob Diözesanbischof Maximilian Aichern die Expositur mit Wirkung vom 1. Jänner 1987 zur eigenständigen Pfarre. Der Festgottesdienst fand am Sonntag, den 4. Jänner 1987 statt. Die Amtseinführung in die Pfarre übernahm Herr Dechant Josef Bramberger, der in Vertretung des Bischofs auch die „Professio fidei“ nach Can. 833 vom neu bestellten Pfarrer abnahm.
Nach dem Versprechen des neuen Pfarrers seinen Pflichten und Aufgaben in der Seelsorge getreu nachzukommen und diese zu erfüllen, gaben auch die anwesenden Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderäte dem neu bestellten Pfarrer Helmut Köll, der ja bereits hier 19 Jahre als Seelsorger und Pfarrexpositus tätig war, ihr Versprechen, ihm in seelsorglichen Arbeiten mitverpflichtend und mitverantwortlich zur Seite zu stehen.

Priester in Schneegattern:
1931 – 1932 Alois Freimüller
1932 Ignaz Singer
1932 – 1939 Johann Weißengruber
1940 – 1941 Josef Orthofer
1941 – 1948 Alois Betz
1948 – 1951 Josef Trost
1952 – 1966 Johann Maneschg – verbrachte noch viele Jahre als Priester i. R. hier und
fand, nach seinem Tod am 10. Mai 1977, seine letzte Ruhestätte am Friedhof
Schneegattern
1966 – 1968 Karl Zachhuber
1968 – 1987 Helmut Köll 1. Pfarrer der Pfarre Schneegattern
1987 – 1992 Jan Kurec
1993 Friedrich Schoßleitner, Pfarrer in St. Johann
1993 – 2003 Christoph Wojcicki, Pfarrer in Friedburg
2003 – 2005 Engelbert Pilshofer
2005 – 2006 Walter Plettenbauer, Propst von Mattighofen
Seit 1.9. 2006 Marek Michalowski

Jedes Jahr wird am 11. Februar das Lourdesfest, unser Patrozinium, gefeiert. Von nah und fern kommen Gläubige um in einem der beiden Gottesdienste mit zu feiern.